Pyrosil®

Möchte man sicherstellen, dass eine Klebeverbindung auch bei Feuchtigkeitsbelastung ( z.B. Badezimmer) oder auf Oberflächen mit einer Oberflächenspannung unter 38 mN/m hält, muss eine spezielle Flammvorbehandlung, das Pyrosil-Verfahren, eingesetzt werden. Hierbei wird mit Hilfe einer Brennerflamme ein Silikatsinter auf die Klebeflächen aufgebracht. In einem zweiten Arbeitsschritt wird der Pyrosil-Primer aufgetragen, der mit dem Silikatsinter reagiert und bei der anschließenden Verklebung eine chemische Verbindung mit dem Klebstoff eingeht. Eine so durchgeführte Verklebung ist nun langfristig vor Unterwanderung von Feuchtigkeit geschützt. Eine Versiegelung der Verklebung ist nicht mehr nötig. Viele hydrophobe Glasoberflächen (die Oberfläche hat eine abstoßende Wirkung und kann nicht ausreichend gut mit Klebstoff benetzt werden) können durch die Verwendung des Pyrosil-Verfahrens in hydrophile Glasoberfläche (sehr gute Benetzbarkeit, zum Kleben geeignet) umgewandelt werden. Führen Sie im Bedarfsfall Probeverklebungen durch. Durch die Verwendung von Pyrosil wird die größtmögliche Adhäsion von UV-Klebstoffen auf Glas- und Metalloberflächen erzielt. Dadurch wird langfristige Haltbarkeit bei anspruchsvollen und stark belasteten Verklebungen erreicht. Die Oberfläche wird mit dem "Blass-Blaubereich" der Flamme behandelt. Die Flamme sollte 3-4 mal gleichmäßig über die Klebefläche bewegt werden. Ein zu großer, bzw. zu geringer Abstand zwischen Flamme und Oberfläche kann das Ergebnis beeinträchtigen.