Auer Lighting bereitet Wasser mit Bohle Sedimentor auf

Die international tätige Auer Lighting GmbH mit Sitz in Bad Gandersheim verbindet Know-how aus den Bereichen Licht, Glas und Beschichtung zu anspruchsvollen Produkten für marktführende Unternehmen in der Beleuchtungsindustrie. Rund 450 Mitarbeiter entwickeln und produzieren innovative Lösungen für die Allgemeinbeleuchtung, Digitale Projektion, Automotive, Bühnen- und Architekturbeleuchtung sowie für medizinische und technische Anwendungen. Auf mehreren Glaspresslinien werden Spezialreflektoren für Kunden wie Philips und Osram gefertigt und anschließend in hochmodernen Anlagen beschichtet. Das Kühlwasser, in dem überschüssiges Flüssigglas aus den Presslinien aufgefangen wird und in Sekunden erstarrt, reinigt seit neuestem ein Sedimetor 2.4 von Bohle. Mit klaren Kostenvorteilen für Auer Lighting.

Bohle Konzept überzeugte
„Wir haben bisher unser Systemwasser mit zwei Zentrifugen geklärt“, sagt Henning Traupe, Leiter der mechanischen Werkstatt bei Auer Lighting. „Diese liefen 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche im Dauerbetrieb. Die Kosten für Wartung und Instandhaltung waren extrem hoch. Auch der Energiebedarf von zwei mal vier KW, der entsprechend kontinuierlich verbraucht wurde, ist nicht zu unterschätzen“.
Als eine der Zentrifugen dann ihren Dienst quittierten, war für Traupe und seinen Chef Dieter Wittenberg, General Manager Engineering, klar, dass eine Alternativ-Lösung gefunden werden musste. Verschiedene Anbieter von Kühlwasserreinigungssystemen wurden aufgefordert, Lösungen zu erarbeiten. „Uns war es wichtig, ein gleichermaßen einfaches wie kostengünstiges System anzuschaffen: einfach im Hinblick auf die Komplexität des Systems und den damit verbundenen Wartungsaufwand und kostengünstig im Hinblick auf die Folgekosten“, erklärt Entwicklungschef Wittenberg. Das überzeugendste Konzept konnte schließlich Bohle mit seinem Spitzenmodell 2.4 aus der Sedimentor-Baureihe vorlegen.

6-wöchiger Testbetrieb war erfolgreich
Damit die Verantwortlichen bei Auer Lighting die Bohle Anlage ausgiebig testen konnten, wurde zunächst ein 6-wöchiger Probebetrieb vereinbart. „Wir mussten natürlich sicher gehen, dass die Anlage auch im kontinuierlichen 7-Tage Betrieb einwandfreie Ergebnisse liefert“, sagt Dieter Wittenberg und ergänzt: „Dieses Entgegenkommen hat uns noch einmal darin bekräftigt, dass wir mit Bohle den richtigen Partner an Bord haben“. Nachdem der Sedimentor 2.4 den Test erfolgreich bestanden hatte, ging es nach einigen Modifikationen nahtlos in den Regelbetrieb über. So wurde die serienmäßige Systemsteuerung gegen eine S7 Steuerung ausgetauscht, die es Auer Lighting erlaubt, den Bohle Sedimentor in ein Kontrollnetzwerk einzubinden.

In zwei Stufen und zwei Stunden zu klarem Systemwasser
Anstatt permanent Wasser durch ständig laufende Zentrifugen zu pumpen, füllt sich nun innerhalb von einer Stunde und 30 Minuten der große Behälter des Bohle Sedimentors, ohne dass in nennenswertem Umfang Energie benötigt wird. Während des Füllvorganges sinken bereits über 70 Prozent der Glaspartikel durch die optimale Behälterkonstruktion und diverse Einbauten auf den Grund der Anlage ab. Nach dieser so genannten effektiven Sedimentation folgt die zweite Stufe im Reinigungsprozess. In der 30 Minuten dauernden Fällungs- und Flockungsphase wird dem Wasser automatisch dosiert das Flockungspulver zugesetzt. Unterstützt durch programmgesteuerte Flüssigkeitsströmungen werden Wasser, Glaspartikel und Flockungsmittel gemischt. Glaspartikel und Flockungsmittel verbinden sich und sinken ebenfalls auf den Grund des Behälters. Am Ende des Reinigungsprozesses öffnet sich ein Ventil am Boden des Behälters und der angesammelte Schlamm wird durch den Wasserdruck in einen Filtersack gespült. Das geklärte Kühlwasser gelangt dann zurück in den Kühlkreislauf.

„Wir haben mit dem Bohle Sedimentor eine Anlage mit unschlagbarem Preis- / Leistungsverhältnis bekommen“, freut sich Engineering-Chef Wittenberg und präzisiert: „ Uns ist es gelungen, ein vergleichsweises kompliziertes und wartungsintensives System durch eine preisgünstige Anlage zu ersetzen, die neben hoher Leistungsfähigkeit auch durch geringe Folgekosten überzeugt“.